S T O R Y

Der Krieg zwischen Shiftern und Vampiren ist vorüber. Die übernatürlichen Wesen der Stadt versuchen sich neu zu ordnen. Nicht Jeder begrüßt den Frieden.

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P L O T

Alte Freunde und Feinde
... unserer New Yorker Bewohner, halten Einzug in die Stadt. Nicht jedes dieser Wiedersehen wird gut ausgehen. Wird die Vergangenheit die Zukunft der Stadt beeinträchtigen?

Gekidnappt
Übernatürliche Wesen verschwinden spurlos. Hat eine neue unbekannte Gefahr es auf die Jäger der Stadt abgesehen?
I N P L A Y

Januar 2017 - April 2017

ACHTUNG!
Immer noch Unruhen in der Stadt // Die Menschen sind skeptisch // Zahl vampirneugieriger Touristen 2017 bei 60,5 Mio.
T E A M

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Nevermore: The Echoes of a Broken Wing
#1
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THE HIGHTSTOWN GAZETTE

Ausgabe vom 21. April 1995

BLUTBAD AN HIGH SCHOOL: 17-JÄHRIGE RICHTET ELF MENSCHEN HIN


HIGHTSTOWN, NJ- Die beschauliche Kleinstadt Hightstown steht unter Schock. Was als normaler Freitagmorgen an der hiesigen High School begann, endete in der schlimmsten Tragödie der Stadtgeschichte. Die 17-jährige Schülerin Samantha H. eröffnete schwer bewaffnet das Feuer auf Mitschüler und Lehrkräfte. Elf Menschen verloren ihr Leben, bevor die Polizei das Grauen beenden konnte.

Gezielter Hass: Das Schicksal von Tiffany Sherfield

Augenzeugen berichten von panischen Szenen, als die Jugendliche gegen 08:15 Uhr die Gänge der Schule betrat. Die Tatverdächtige ging dabei mit erschreckender Kaltblütigkeit vor. Besonders abgesehen hatte sie es offenbar auf Tiffany Sherfield (17), eine der beliebtesten Schülerinnen des Abschlussjahrgangs. Samantha H. stellte ihre Mitschülerin im Korridor und schoss ihr aus nächster Nähe mit der Schrotflinte ins Gesicht. Tiffany war sofort tot.

Ihr Vater, Arthur Sherfield, Vorsitzender des Elternbeirates und prominenter Bürger der Stadt, äußerte sich tief erschüttert gegenüber unserer Redaktion: „Das war kein normaler Amoklauf, das war pure, hasserfüllte Exekution. Diese Bestie hat das Gesicht meines Engels komplett zerstört. Es gibt keine Strafe auf Erden, die gerecht genug für dieses Monster wäre. Die Schule hätte schon viel früher sehen müssen, wie gefährlich dieses Mädchen ist.“

Unter den weiteren Todesopfern befinden sich neun Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, ein langjähriger Geschichtslehrer sowie der Hausmeister der Schule, der sich der Schützin mutig in den Weg stellen wollte.

Zerrissenes Meinungsbild unter den Schülern


Während die Stadt in tiefer Trauer versinkt, zeigt sich auf dem Schulhof ein überraschend gespaltenes und beunruhigendes Bild. Viele Schüler sind fassungslos und weinen um ihre Freunde. Doch hinter vorgehaltener Hand äußern sich einige Jugendliche merkwürdig distanziert – manche zeigen sogar offenes Verständnis für die Tat.

„Tiffany und ihre Clique haben Sams Leben zur Hölle gemacht“, behauptet ein anonymer Mitschüler. „Sie wurde jeden Tag gedemütigt, weil sie arm und anders war. Ich heiße den Mord nicht gut, aber ganz ehrlich? Niemand von uns ist überrascht, dass Sam irgendwann zurückgeschlagen hat. Sie hat nur das getan, wozu die Lehrer zu feige waren: Dem Terror ein Ende zu setzen.“ Andere Schüler berichten von einer fast hypnotischen, unheimlichen Ausstrahlung, die Samantha H. in den Wochen vor der Tat entwickelt hatte.

Die Tragödie hinter verschlossenen Türen


Das Ausmaß des Schreckens wurde erst vollends deutlich, als Ermittler das Wohnhaus der Familie H. am Stadtrand durchsuchten. Dort fanden Beamte die Leiche des Vaters, Harlan H. (46), ein dekorierter Vietnamveteran. Ihm war bereits in den frühen Morgenstunden im Schlaf die Kehle durchgeschnitten worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tatverdächtige ihren Vater ermordete, um an die Schlüssel des Waffenschranks zu gelangen.

Die Verhältnisse in dem verfallenen Haus waren in der Nachbarschaft kein Geheimnis. Ein direkter Anwohner, der anonym bleiben möchte, äußerte sich düster: „Eigentlich hätte man sich das fast denken können. Ihr Vater war ständig besoffen, hat nachts auf dem Grundstück rumgeschrien und vor ein paar Monaten auch noch seinen Job verloren. Das Mädchen tat einem in dieser Bruchbude fast leid. Zumindest bis jetzt.“

Schusswechsel mit der Polizei


Nach dem Amoklauf verschanzte sich die mutmaßliche Serientäterin in ihrem Jugendzimmer. Als die Spezialeinheiten das verfallene Gebäude umstellten, feuerte die 17-Jährige aus dem Fenster und verletzte einen Officer schwer. Der Zugriff erfolgte unter massivem Gegenfeuer. Samantha H. wurde von einer Kugel im Kopf getroffen und brach zusammen.

Wie durch ein Wunder überlebte die Jugendliche den Schusswechsel und liegt derzeit unter strengster Bewachung im künstlichen Koma. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.


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Die verlassene Hightstown High School im Jahr 2017

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Das Hawthorn Haus ebenfalls im Jahr 2017
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#2
Entry #23: Nevermore is a Promise, Not a Myth
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Manhattan. Ich inhaliere die schale, verpestete Abendluft, während das glühende Ende meiner Kippe den einzigen Fixpunkt auf dieser verdammten Feuerleiter bildet. Unter mir: der ewige, stumpfsinnige Lärm der Straße. Von hier oben hat man die perfekte Scharfschützenposition. Ich blicke hinab auf die Ameisen, die unten durch den Dreck wuseln oder bereits besoffen in der Gosse verenden.

Manhattan, du dreckige Hure. Du hast mich nicht mit offenen Armen empfangen. Du hast mir nur Asyl gewährt. Als Monster unter Monstern.

Meine Augen huschen nervös von links nach rechts, die Pupillen geweitet. Ich ertappe mich dabei, wie ich mir wieder die Fingernägel abkaue, bis das rohe Fleisch brennt. Paranoia – die einzige Geliebte, die meiner kaputten Existenz je treu geblieben ist. Plötzlich das Heulen von Sirenen. Ich zucke zusammen. Jedes Mal derselbe neuronale Kurzschluss in meinem Kopf. So vertraut. So verdammt nah.

Dabei habe ich erst vor Kurzem ein weiteres Stück meiner Vergangenheit gekappt. Meine Finger schließen sich fester um die blutige Porzellanscherbe in meinem Geist. Warum lässt mich der Scheiß dann nicht in Ruhe?! Warum reißt jede Erinnerung nur einen noch tieferen, klaffenden Krater in mein Hirn?

Ein Flattern. Ein Rabe landet auf dem Sims des gegenüberliegenden Gebäudes.

Könntest du es sein?

Ich spüre ein hysterisches Kichern in meiner Kehle aufsteigen. Nein. Sicher nicht. Das wäre zu optimistisch, zu sehr Hollywood, zu sehr Happy End. Und Happy Ends sterben in meiner Welt als Erstes. Wahrscheinlich bist du nur ein weiteres Produkt meiner verrottenden Fantasie. Aus einem offenen Fenster im Stockwerk unter mir dudelt The Sign von Ace of Base. Ironisch. Pop-Müll als Soundtrack für den Untergang.

Ich nehme einen letzten, tiefen Zug, spüre das vertraute Kratzen in der Lunge und schnippe den brennenden Stummel zielsicher nach unten in das geöffnete Fenster. Im selben Moment fliegst du auf. Weg. Einfach weg. Zurück bleibt nur eine einzelne, pechschwarze Feder, die träge vor meine Füße segelt. Das wütende Fluchen und Husten aus der Etage unter mir nehme ich schon gar nicht mehr wahr. Sollen sie doch brennen.

Ich hebe die Feder auf. Betrachte sie im fahlen Schein der Straßenlaterne. Nevermore. Ein grimmiges Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen, während ich sie in die Tasche meiner zerrissenen Jeans schiebe. Man weiß nie, wann man einen verdammten Talisman braucht.

Drinnen lasse ich mich auf das ausrangierte, knarrende Sofa fallen. Es gibt ein Geräusch von sich, das der Intensität meines Magens erschreckend ähnlichsieht. Der Hunger kriecht mir die Wirbelsäule hoch. Vom Couchtisch fische ich eine halbleere, fettige Pappschachtel aus Chinatown. Die kalten Nudeln gleiten wie dünne, tote Schlangen durch meine Lippen. Ich kaue mechanisch.

Nun werden sie mich suchen. Wieder einmal. Das Spiel beginnt von vorn. Ich darf nichts überstürzen, ich brauche einen Plan, einen klaren Kopf… verdammt, ich brauche einfach nur Ruhe. Ich schmeiße Dirt von Alice in Chains in den alten CD-Player. Layne Staley jammert mir aus den Boxen entgegen, während ich diese Zeilen in das Papier kritzel. Als Nachtisch gönne ich mir ein Stück schwarzer Schokolade. Bitter und düster. Wir sind quasi Seelenverwandte.

Dann klopft es an der Tür.

Mein Herz macht einen Satz, die Instinkte fahren auf ein Maximum hoch. Ich schleiche zur Tür, der Atem flach. Durch den Spion erkenne ich einen Kerl in einem zerknitterten Anzug. Vertreter? Zeuge Jehovas? Ein Niemand.

Ich öffne die Tür einen Spalt breit und lehne mich lässig in den Rahmen. Meine Augen fixieren seine. Er will mir irgendeinen wertlosen Scheiß andrehen – und ich? Ich will ihm den Verstand rauben. Mein letzter echter „Snack“ ist schon viel zu lange her, und ein Junkie braucht eben irgendwann seinen nächsten Schuss. Ich lasse die Illusion fließen, sehe, wie seine Pupillen sich weiten, wie er willenlos wird.

Einige Zeit später schleicht er aus meiner Wohnung. Er sieht blass aus, leer, ein bisschen älter als vorher. Und ich? Ich spüre das dämonische Blut heiß durch meine Adern pumpen. Die Erschöpfung ist weg, weggespült von seiner Lebenskraft. Aber das Flüstern in meinem Kopf stoppt nicht.

Ich lege mich aufs Bett, starre an die rissige Decke und reiße eine Packung Schlaftabletten auf. Drücke mir drei, vier Pillen aus dem Blister. Vielleicht schaffe ich es ja, mich tief genug zu betäuben, bis der Morgen naht und die Dämonen der Nacht schlafen gehen.

Oder bis ich selbst wieder aufwache...
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