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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 1 Stunde von Samantha Hawthorne.)
THE HIGHTSTOWN GAZETTE
Ausgabe vom 21. April 1995
BLUTBAD AN HIGH SCHOOL: 17-JÄHRIGE RICHTET ELF MENSCHEN HIN
BLUTBAD AN HIGH SCHOOL: 17-JÄHRIGE RICHTET ELF MENSCHEN HIN
HIGHTSTOWN, NJ- Die beschauliche Kleinstadt Hightstown steht unter Schock. Was als normaler Freitagmorgen an der hiesigen High School begann, endete in der schlimmsten Tragödie der Stadtgeschichte. Die 17-jährige Schülerin Samantha H. eröffnete schwer bewaffnet das Feuer auf Mitschüler und Lehrkräfte. Elf Menschen verloren ihr Leben, bevor die Polizei das Grauen beenden konnte.
Gezielter Hass: Das Schicksal von Tiffany Sherfield
Augenzeugen berichten von panischen Szenen, als die Jugendliche gegen 08:15 Uhr die Gänge der Schule betrat. Die Tatverdächtige ging dabei mit erschreckender Kaltblütigkeit vor. Besonders abgesehen hatte sie es offenbar auf Tiffany Sherfield (17), eine der beliebtesten Schülerinnen des Abschlussjahrgangs. Samantha H. stellte ihre Mitschülerin im Korridor und schoss ihr aus nächster Nähe mit der Schrotflinte ins Gesicht. Tiffany war sofort tot.
Ihr Vater, Arthur Sherfield, Vorsitzender des Elternbeirates und prominenter Bürger der Stadt, äußerte sich tief erschüttert gegenüber unserer Redaktion: „Das war kein normaler Amoklauf, das war pure, hasserfüllte Exekution. Diese Bestie hat das Gesicht meines Engels komplett zerstört. Es gibt keine Strafe auf Erden, die gerecht genug für dieses Monster wäre. Die Schule hätte schon viel früher sehen müssen, wie gefährlich dieses Mädchen ist.“
Unter den weiteren Todesopfern befinden sich neun Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren, ein langjähriger Geschichtslehrer sowie der Hausmeister der Schule, der sich der Schützin mutig in den Weg stellen wollte.
Zerrissenes Meinungsbild unter den Schülern
Während die Stadt in tiefer Trauer versinkt, zeigt sich auf dem Schulhof ein überraschend gespaltenes und beunruhigendes Bild. Viele Schüler sind fassungslos und weinen um ihre Freunde. Doch hinter vorgehaltener Hand äußern sich einige Jugendliche merkwürdig distanziert – manche zeigen sogar offenes Verständnis für die Tat.
„Tiffany und ihre Clique haben Sams Leben zur Hölle gemacht“, behauptet ein anonymer Mitschüler. „Sie wurde jeden Tag gedemütigt, weil sie arm und anders war. Ich heiße den Mord nicht gut, aber ganz ehrlich? Niemand von uns ist überrascht, dass Sam irgendwann zurückgeschlagen hat. Sie hat nur das getan, wozu die Lehrer zu feige waren: Dem Terror ein Ende zu setzen.“ Andere Schüler berichten von einer fast hypnotischen, unheimlichen Ausstrahlung, die Samantha H. in den Wochen vor der Tat entwickelt hatte.
Die Tragödie hinter verschlossenen Türen
Das Ausmaß des Schreckens wurde erst vollends deutlich, als Ermittler das Wohnhaus der Familie H. am Stadtrand durchsuchten. Dort fanden Beamte die Leiche des Vaters, Harlan H. (46), ein dekorierter Vietnamveteran. Ihm war bereits in den frühen Morgenstunden im Schlaf die Kehle durchgeschnitten worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tatverdächtige ihren Vater ermordete, um an die Schlüssel des Waffenschranks zu gelangen.
Die Verhältnisse in dem verfallenen Haus waren in der Nachbarschaft kein Geheimnis. Ein direkter Anwohner, der anonym bleiben möchte, äußerte sich düster: „Eigentlich hätte man sich das fast denken können. Ihr Vater war ständig besoffen, hat nachts auf dem Grundstück rumgeschrien und vor ein paar Monaten auch noch seinen Job verloren. Das Mädchen tat einem in dieser Bruchbude fast leid. Zumindest bis jetzt.“
Schusswechsel mit der Polizei
Nach dem Amoklauf verschanzte sich die mutmaßliche Serientäterin in ihrem Jugendzimmer. Als die Spezialeinheiten das verfallene Gebäude umstellten, feuerte die 17-Jährige aus dem Fenster und verletzte einen Officer schwer. Der Zugriff erfolgte unter massivem Gegenfeuer. Samantha H. wurde von einer Kugel im Kopf getroffen und brach zusammen.
Wie durch ein Wunder überlebte die Jugendliche den Schusswechsel und liegt derzeit unter strengster Bewachung im künstlichen Koma. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.
Die verlassene Hightstown High School im Jahr 2017
Das Hawthorn Haus ebenfalls im Jahr 2017

