S T O R Y

Seit die Shapeshifter ihren Anführer gefunden haben und sich immer mehr nach Fairness sehnen, spitzt sich die Lage zu. Shapeshifter formieren sich gegen die Vampire. Hexen suchen sich zu Zirkeln zusammen. Die Situation in New York ist angespannt. Manche munkeln, dass ein Krieg ausbrechen könnte.

BITTE LEST DIE NEWS DAZU!
P L O T

Der 2. Akt
Der vampirtötende Virus wurde von der Division neu spezifiziert. Die Genesis konnte die einzigen Fälle in sofortige Quarantäne verweisen.

Witches
Hexen werden aktiver. Ein bösartiger Zirkel sucht nach seinen Verrätern, die sich neu formieren, um seinen Untergang hervor zu bringen.
I N P L A Y

Oktober 2016 - März 2017

ACHTUNG!
Shifter gegen Vampire // Lazaruskinder auf freiem Fuß // Zahl vampirneugieriger Touristen 2017 bei 73,5 Mio.
T E A M

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Sharon McAlistor
#1
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Sharon McAlistor
Dein bester Lehrer ist dein letzter Fehler.
* * *
Herzlich Willkommen, wie heißen Sie?
Meine Namen sind austauschbar, wie die Orte an denen ich lebe. Mit den den ich gerade trage, hab ich mich meiner neuen Wahlheimat einfach nur angepasst. Geboren wurde ich unter einen anderen Namen, den ich jedoch habe ablegen müssen, weil es in der Welt, in der ich mich bewege ein tödliches Problem sein kann, sein Leben unter einen bestimmten Namen zu führen. Folglich werde ich ihnen meinen ursprünglichen hier sicher auch nicht Preis geben. Nennen sie mich einfach Sharon.

Wie alt sind Sie? Wann und wo wurden Sie geboren?
Wenn ich ihnen jetzt sage, dass ich 78 bin, wollen sie sicher von mir wissen, ob ich meine Pflegeprodukte aus der Hölle beziehe, weil ich aussehe wie Anfang 40. Ich kann ihnen versichern, dem ist nicht so. Aber zugegeben, ich helfe mit einem Zauber, der den Alterungsprozess des Körpers ein wenig verlangsamt, etwas nach.
Geboren wurde ich am 09. Mai 1938 in London. Europa stand vor den Schlund des 2 Weltkriegs. Soll heißen, Hitler riss in Deutschland bereits sein größenwahnsinniges Maul auf. Keine gute Zeit um das Licht der Welt zu erblicken.

Woher kommen Sie und wo wohnen Sie heute?
Meine Heimat im Herzen, ist England und wird es auch immer bleiben. Heute jedoch lebe ich im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“ und zwar in einer geräumigen Eigentumswohnung in der Bronx, Nähe des Tremont Parks. Sicher fragen sie sich, warum ich mir keine bessere Gegend gesucht habe, um meine Zelte aufzuschlagen. Ich mag die Dynamik dieses Stadtteils und die multikulturellen Aspekte. Die Zeiten, in denen in Reiseführen davor abgeraten wird, die Bronx weder bei Tag, noch bei Nacht zu betreten, sind zudem vorbei. Und mal unter uns gesagt, seit der Kooperation spielt es im Grunde auch keine Rolle mehr, wo in New York man sich aufhält. Gefährlich ist es überall, da die neuen Lebensbedingungen, immer mehr Ratten in die Stadt locken.

Möchten Sie uns etwas über Ihre Familie erzählen?
Da gibt es nichts zu erzählen. Meine Familie ist tot. Ausgelöscht. In nur einer einzigen Nacht. Meine Blutlinie wird mit meinen Tod enden und wenn sie mich fragen, ist das auch gut so. Sharon würde hier sicher nicht Preis geben, dass sie durchaus Nachkommen in diese Welt gesetzt hatte. Doch der Aufenthaltsorte und die Identität ihrer Tochter sind unbekannt. Wenn man selbst alles verloren hatte, gebietet einem die Vorsicht, das was man noch hatte mit allen Mitteln zu schützen.


In New York leben viele Rassen, einige bedeckt, Vampire öffentlich. Darf man fragen, zu welcher Sie sich zählen? Sind Sie eher gegen, oder für die Koexistenz von Menschen und Vampiren?
Ob ich was bin? Wie könnte ich dafür sein, dass die natürliche Ordnung derart aus den Angeln gehoben wird und sich die Vampire hier ausbreiten dürfen, wie eine verdammte Plage? Diese Koexistenz ist nichts als der erste Schritt, von Seiten einer Mutter die einzig und allein ein Ziel hat. Ihresgleichen zu schützen und ihnen den Weg in ein neues Zeitalter zu bahnen. Das macht sie gefährlicher als jede Seuche, jede Bombe, jeden Krieg der je geführt wurde.
Und meinesgleichen, wird alles daran setzten, diesen Plan zu vereiteln. Ich bin eine Hexe und Pristerin der Voodoo Magie.

Üben Sie einen Beruf aus? Haben Sie eine Aufgabe in New York?
Ja und ob ich eine Aufgabe in dieser Stadt habe. Ich übe keinen klassischen Beruf, wie sie ihn kennen aus. Ich sehe mich als Heilerin, Therapeutin, Psychologin und dementsprechend voll wird es zuweilen in meinen 4 Wänden. Ich führe Heilungen durch, Seancen und Trancen. Zudem betreibe ich einen kleinen unscheinbaren Laden, in dem zumindest jene, die der Hexerei mächtig sind, mit allem eindecken können was sie benötigen, um ihrem Handwerk nachzugehen. Dass Geschäft läuft gut und ich kann mich mit dem Geld das ich über den Laden einnehme gut über Wasser halten. Sollte es doch mal knapp in der Kasse werden, dann kenne ich so meine Wege, die Rubel wieder rollen zu lassen.

Gehören Sie einer Gruppe an, oder sind Sie der typische Einzelgänger?
Ich gehöre niemanden, nur mir und den Göttern die ich verehre. Doch gleichzeitig bin ich ganz dein, wenn du meiner Hilfe als Hexe, Medium oder Heilerin brauchst. Einer Gruppe gehöre ich folglich nicht wirklich an. Auch wenn ich mich meinen Brüdern und Schwestern immer verbunden fühle, kann ich mir doch nicht vorstellen je einem Zirkel anzugehören. Wenn zu viel Macht sich bündelt, kann das zwar wirklich schönes hervor bringen, aber leider auch das aller schlimmste in Gang setzten. Aber wie sagt man so schön. Sage niemals, nie! Unter den richtigen Umständen, und die scheinen in New York derzeit gegeben, könnte ich mir auch vorstellen einen Zirkel beizutreten, wenn er die Vampirprobleme effizient zu lösen bereit ist.

Wie wirken Sie auf Andere? Gibt es besondere äußerliche Merkmale, die Sie auszeichnen?
Neben dem offensichtlichen, was meine äußere Gestalt ausmacht, spüren die meisten in meiner Gegenwart wohl eine gewisse Besonnenheit, die mich zumeist wie die Ruhe selbst, wirken lässt. Ob dem immer so ist, sei dahin gestellt. Denn wer kann angesichts dessen, was um uns herum geschieht, schon immer ruhig bleiben? Wenn die Ruhe mir also ausgeht, dann wirke ich durch meinen speziellen Humor. Vielen sagen auch, er wäre Rabenschwarz. Meinen Körper sehe ich als meinen Tempel an, dementsprechend pflege ich ihn auch und hülle ihn noch viel lieber in liebliche Nuancen von Natur Düften. Das Parfüm das ich trage stelle ich selbst her und es birgt die Macht in sich, dass man mich zwar wahr nimmt aber sich in dem Geruch verliert. Was mir schon oft die Möglichkeit geboten hat, meine Spur zu verwischen, wenn sich jemand an meine Fersen geheftet hat, der da nicht kleben sollte. Was meine Kleidung angeht, würde ich behaupten das ich mich je nach Stimmung anziehe. Da es viele Stimmungen gibt, platzt mein Kleiderschrank auch förmlich aus den Nähten. Ich mag vor allem farbige Stoffe, denn sie schmeicheln meiner braunen Haut. Mit meinen 1.70 bin ich keine übermäßig große Frau, doch wahre Größe hat auch nichts mit der Körpergröße zu tun. Ich bin schlank, sportlich und doch auch weiblich. Meine braunen Augen betone ich meist schlicht mit etwas schwarzen Kajal und Wimperntusche. Meine Lippen sind sinnlich geschwungen und werden, wenn überhaupt, dann nur mit einem dezent dunkelroten Lippenstift betont. Das alles wird abgerundet von langen tiefschwarzen Haaren, die ich auch je nach Stimmung glatt oder eben lockig trage.

Wo liegen Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen?
Als Hexe habe ich Zugang zu Kräften, die mich entweder extrem stärken oder auch extrem schwächen können. Früher fiel ich von ein Extrem ins andere, doch jetzt sehe ich es als meine größte Stärke, dass ich die Balance gut halten kann. Das strahle ich auch aus und dies führt dazu, dass man sich ganz gern in meiner Nähe aufhält. Man sucht mich auf, wenn man einen Rat benötigt, geheilt werden möchte oder eben einen Zauber braucht, der die Familie oder Freunde beschützt. Jeder in der Bronx, der mit Voodoo etwas anfangen kann und es auch praktiziert, findet auf kurz oder lang zu mir oder in meinen Laden. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass ich mich mit so ziemlich allen Rezepturen bestens auskenne und so im Grunde alles zusammenbrauen kann, oder wenigstens über die Mittel verfüge alles heran zu schaffen was man für unterschiedlichste Tränke und Pulver benötigt. So kommt man viel in Kontakt und diese Kontakte zu pflegen, ist ebenfalls eine meiner Stärken. Wenn jemand, jemanden mit bestimmten Fähigkeiten, für eine bestimmte Sache braucht, dann kommt er zu mir und fragt mich ob ich nicht jemanden kenne. Daran ist auch eine meiner Schwächen gekoppelt. Ich tue mich nämlich verdammt schwer damit, nicht zu helfen, wenn ich merke das ich helfen kann. Was auch teilweise dazu führt, dass man mir Kumpels vorbei bring, die sich bei einer Straßenschießerei ein paar Kugeln eingefangen haben. Und das wiederum ruft dann auch nicht selten die Bullen auf den Plan. Ich flicke zusammen, was zusammen gehört und hoffe meist das Beste. Ok, ich habe vor Jahren mal Medizin studiert, aber es kommt mir vor wie in einem anderen Leben. Mir ist es egal, was jemand getan hat, solange ich die Bereitschaft erkenne, die zu einer Änderung notwendig ist, gebe ich niemanden einfach so auf. Soll heißen, ich gebe jeden mehr als nur eine Chance, auch wenn er Mist gebaut hat, was mir auch schon mächtig Probleme beschert hat. Und doch kann ich nicht anders, als daran zu glauben, dass jeder den richtigen Weg irgendwann für dich findet. Wenn es um Voodoo geht und um alles was diesbezüglich praktiziert werden kann, macht mir niemand etwas vor. Ich weiß wie man jemand in eine tiefe Trance schickt, so dass einer unsere Götter ein Gefäß ihn dem Körper findet, um darin zu wandeln und zu wirken, solange es ihn beliebt, ebenso praktiziere ich uralte Rituale wenn sie der Heilung dienen. Das war nicht immer so, also das ich den Licht zugewandt war. Somit kenne ich mich auch in mit den dunklen Praktiken sehr gut aus. Nur weil ich sie nicht mehr bevorzugt anwende, heißt das nicht, dass ich sie nicht beherrsche und noch weniger das ich sie nicht einsetzten würde. Zum Beispiel um einen dieser verfluchten Vampire zu killen. Diese Ratten beherrscht man am besten, wie der Rattenfänger von Hameln, nur das die Flöte eben in diesem Fall die Nekromantie ist. Totenkult ist im Voodoo weit verbreitet und auch wenn sich die meisten davor fürchten, gibt es noch genug die die Künste beherrschen. So auch ich.

Gibt es grundlegende Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie mit uns teilen wollen?
Ich wurde in unruhige Vorkriegszeiten in Europa hineingeboren. Doch während Hitler begann die Macht an sich zu reißen und den zweiten Weltkrieg anzettelte, tobten noch ganz andere Kriege, in diesen Teil der Welt, von denen die Menschen nicht einmal was mitbekommen haben. Heute weiß ich, dass der Inquisitionsprozess der mir und meinen Eltern gemacht wurde, als ich gerade mal 4 Jahre alt war, nichts mit konkurrierenden Hexenzirkeln zu tun hatte, so wie ich lange Zeit annahm. Ich verdanke die Tatsache recht früh zur Vollwaisen gemacht wurden zu sein, einer Vampirin, der der Zirkel den meine Eltern angehörten ein Dorn im Auge war. Was wohl Grund genug war, uns in einer nächtlichen Aktion aus den Betten zu reißen und alle samt hinrichten lassen zu wollen. Das ich nicht, wie meine Eltern auf den Scheiterhaufen im Garten unseres Londoner Hauses verbrannt wurde, verdanke ich meiner Mutter, die angab, ich sei adoptiert wurden und das ich daher keinerlei magische Fähigkeiten besäße. Warum also sollte man ein Kind dann töten, wenn es einen doch nicht gefährlich werden könnte. Doch keiner von uns wusste, ob dieser Umstand irgendwie interessierte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie die Hand jener Frau, die uns den Tod bringen wollte, sich an mein Kinn legte und sie meinen Blick in ihren hinein zwang. Nie werde ich diese Kälte in ihren Augen vergessen, als sie mich fragte ob das stimme. Ob ich ein Bastard sei? Ich nickte, denn ich vertraute darauf, dass meine Mutter wusste was sie da tat. Sie leckte mir die Tränen aus dem Gesicht und griff dann kurzerhand nach der Fackel und entzündete den Scheiterhaufen, auf denen meine Eltern schließlich verbrannten. Als ich meinen Blick abwenden wollte, griff diese Frau nach meinen Kopf und zwang ihn in die Richtung, aus der die Schreie meiner Eltern drangen. Ich solle hinsehen, befahl sie und schon da hätte ich kapieren sollen, dass sie ein verdammter Vampir war, denn sie zwang meinen Willen in die Knie und ich sah hin. Sah zu wie meine Eltern zu Asche zerfielen und das nur weil sie mir den Befehl ins Hirn pflanzte, dass ich erst gehen dürfte, wenn das Feuer erloschen sei. Sie selbst und ihre Schergen gingen jedoch schon, als die Körper meiner Eltern so ausgebrannt waren, dass kein Leben mehr in ihnen möglich war. Ich selbst stand wie angewurzelt da und begriff in den Moment nicht mal ansatzweise, was da eigentlich gerade passiert war.

Ich stand unter Schock und starrte auf das ausgebrannte Holz, dass immer mehr in sich zusammen fiel und ich schwöre, ich hätte mich wohl wirklich erst gelöst, wenn kein Rauch mehr aufgestiegen wäre, wenn da nicht die Freundin meiner Mutter in den Garten getreten wäre, um mich aus meiner Starre zu befreien. Ihr Name war Deborah, sie war so wie meine Eltern auch eine Hexe und sehr mit ihnen und mir verbunden, weswegen sie auch spürte, dass etwas nicht stimmte und nach den Rechten hatte schauen wollen. Zu spät um sie zu retten, aber nicht zu spät um mich bei sich aufzunehmen und mich groß zu ziehen. Von ihr lernte ich alles, was meine Mutter mir nicht mehr beibringen konnte. Als der Krieg in Europa so richtig heiß lief, flüchteten wir nach Haiti, wo auch meine Eltern wie Deborah ursprünglich her kamen. Sie war eine praktizierende Voodoo Priesterin und förderte meine angeborenen Fähigkeiten in jeder Hinsicht. Ich lernte von ihr und den Zirkel den sie sich in Haiti anschloss alles über die Kraft von Pflanzen, Tränken, Salben, Ritualen und als ich mit 14 Jahren soweit war, auch über Trancen und Séancen. Früh erkannte meine Ziehmutter, dass ich Anlagen in meinen Blut hatte, die es mir ermöglichten die Grenzen der Naturgesetze zu sprengen. Immer wieder, wenn meine Kräfte zu stark ins Dunkel abrutschten, angefeuert von meinen Hass auf jene Kreaturen, die meine Eltern getötet hatten, bremste sie mich aus und versuchte damit doch nur eines, mich zu schützen. Im Alter von 16 Jahren, schaffte ich es das erste Mal, meinen Körper zum Medium zu machen und die Verletzungen, die ich mir zuzog auf einen anderen zu übertragen, so dass das Messer das ich mir in den Bauch rammte, seine Gedärme zerschnitt, aber nicht die meinen. Damit hatte ich eine Grenze zur schwarzen Magie überschritten, die selbst den Zirkel den ich durch Deborah zugehörte, zu düster waren. Sie forderten von ihr, sich zwischen mir oder den Zirkel zu entscheiden. Ich nahm ihr die Entscheidung ab und packte meine Sache zusammen.

Es dauerte fast ein Jahr bis ich endlich einen Voodoo Priester fand, der bereit war mich in die Geheimnisse der Nekromantie einzuweisen. Denn das es diese Form der Magie über den Körper von Toten gab, wusste ich aus Büchern und zahlreichen Erzählungen. Nur wollte Deborah sie mich nicht lehren. Ich hingegen wollte nichts mehr, als Macht über jene ausüben zu können, die tot eigentlich tot waren und doch unter den Lebenden wandelten. Dann eine von ihnen, war jene Kreatur, die meine Eltern getötet hatte. Von Papa Babalawo lernte ich alles, was man wissen musste und ich war gerade mal 18 Jahre alt, als ich meinen ersten Vampir dazu zwang mitten in der knallenden Mittagssonne einen Spaziergang zu machen. Damit war ich bereit und willens mich auf die Suche nach jener Vampirin zu machen, von der ich mir nichts sehnlichster wünschte, als das sie sich das eigene Herz aus der Brust riss, während ich sie dazu zwingen wollte, sich selbst in einen Spiegel dabei zu zu sehen. Ich verließ Haiti und suchte nach der ersten Spur dort wo meine Eltern starben. Ich suchte den einstigen Zirkel meiner Eltern auf und bekam dort lediglich die Möglichkeit zu der Erkenntnis zu gelangen, dass diese Spur nach nunmehr 14 Jahren erkaltete war. Das einzige was man mir noch nennen konnte, war der Name jener Blutsaugerin, die den Tod meiner Eltern gefordert hatte. Damals nannte sie sich Vanessa und man sagte mir, dass ich davon ausgehen müsse, dass sie bereits eine andere Identität angenommen hatte, dicht gefolgt von der Warnung das ich die Sache ruhen lassen sollte, wenn mir etwas an meinem Leben liegen würde. Die Bluttrinkerin die ich suche, sei höchst mächtig und uralt. Nichts davon schreckte mich ab, sondern spornte mich regelrecht an. Also begann die Jagt und die Jahrzehnte vergingen wie im Flug. Rastlos und Kräfte zehrend war sie zweifelsohne, doch zu greifen bekam ich dieses Ausgeburt der Hölle nur einmal.

Zu dieser Zeit nannte sie sich bereits Lucrezia de Saintclair und sie war in den Zirkel den ich zu dieser Zeit angehörte, unantastbar. Denn sie hatte mit einem Ableger des Zirkels bereits vor mehreren Jahrtausenden einen Pakt geschlossen. Sie hatten ihr geholfen einen neue Rasse zu erschaffen und im Gegenzug dafür, versprach sie diesen Zirkel, ihre ewige Treue und Verbundenheit. Was sich in den nachfolgenden Jahrtausenden mehrfach als recht nützlich für die Hexen heraus gestellt hatte. Ich recherchierte über die Hintergründe dieses Paktes und fand heraus, dass er der Liebe geschuldet war, denn sie wollte durch die Erschaffung des ersten Gestaltwandlers, einen bestimmten Mann vor den sicheren Tod bewahren. Die Tatsache das jenes eiskalte Miststück, dass mich einst zwang, meinen Eltern beim Sterben zu zu sehen, wohl so was wie Gefühle in sich trug, änderte nichts an meinen Bedürfnis sie zu vernichten. Alle 100 Jahre war Lucrezia verpflichtet den Pakt durch ein Blutritual zu erneuern. Das letzte mal 1976 und das Treffen sollte in Paris stattfinden. Ich war zu dieser Zeit bereits fast 40 Jahre alt, wusste ganz genau was ich wollte, hatte mir zudem einen Platz in den Zirkel erarbeitet und setzte all meine Kraft dazu ein, dass ich an diesen Treffen teil nehmen durfte. Nach 36 Jahren, sollte es also endlich so weit sein, dass ich ihr erneut in die Augen blickte und diesmal wollte ich es sein, die sie dazu zwingt etwas zu tun, was sie ganz sicher, nicht tun wollte. Ich wusste das ich während der Erneuerung des Blut Pakt keine Chance gehabt hätte, an sie heran zu kommen, weil zu viele Hexen anwesend waren, die mich davon abgehalten hätten, ihr das Leben auszuhauchen. Also hielt ich die Füße still und beobachtete sie lediglich. Sie hatte sich kein bisschen verändert, hatte nicht eine Falte mehr in der Fresse und zu meinem Erstaunen wirkte sie dabei viel kleiner und zerbrechlicher, als ich sie in Erinnerung hatte. Was wohl daran lag, dass sich meine Perspektive und auch mein Können nach so vielen Jahren verändert hatte.

Ich kam ihr in einen Moment, in den ich es kaum mehr aushielt, es direkt durchziehen zu wollen, so nahe, dass sie Notiz von mir nahm. Und da war er, dieser Blick, das kalte Lächeln und das Wissen, dass sich etwas in ihrem Kopf tat. Sie kam auf mich zu und es reichte scheinbar nur ein Atemzug, in dem sie meinen Geruch aufnahm und ihn nach so vielen Jahren noch zuordnen konnte. Dieser Umstand als solches, hätte mir wohl bereits eine gewisse Ehrfurcht in den Leib treiben müssen. Doch da war nichts als tiefste Verachtung in mir verwurzelt. Mit den Worten; „Sieh an. Doch kein Bastard!“, lief sie an mir vorbei und verließ das Treffen dann auch schon. Ich war mir sicher, dass sie wusste das ich mich an ihrer Fersen heften würde. Ich folgte ihr bis in das Hotel, in den sie sich eigens für dieses Treffen eingemietet hatte und als ich die Tür zu ihrer Suite eintrat, erwartete sie mich bereits in einem schwarzen Ledersessel sitzend. Die Hölle war ihres Blickes Begleiter und ich kam nicht einmal mehr dazu, meine Kräfte zu bündeln, um die Kontrolle über sie und ihren Körper zu erlangen. Was hätten meine paar Jahre Übung, auch gegen das ausrichten sollen, was sie in über 3000 Jahren gelernt hatte. Sie übernahm die Kontrolle über mein Fühlen und Handeln, als wäre es das leichteste der Welt und schickte mich auf direkten Weg in eine Illusion hinein. Eine der schlimmsten, die sie mir hätte antun können. Denn erneut presste sie mich in den Körper des 4 jährigen Kindes, dass dabei zusehen musste, wie ihre Eltern zu Asche zerfielen. Es gab nichts, aber auch gar nichts was ich dem an Kraft entgegen setzten konnte und als ich wieder zu mir fand, war sie weg. Das einzige was sie mir ließ, war ein Zettel auf den sie eine Nachricht an mich notiert hatte. Es wäre das zweite Mal, dass sie mein Leben verschont habe, obgleich sie schon damals gewusst hatte, dass ich ihr durchaus gefährlich werden können. Ich solle ihre Bereitschaft zur Gnade nicht ein drittes Mal heraus fordern.

Nicht das das mein Leben irgendwie änderte oder ihre Worte mich prägten, aber es war wie ein Erwachen. Denn im Grunde meines Herzens wusste ich, dass ich gegen ein so altes Geschöpf alleine niemals eine Chance haben würde. Die Hälfte meines Lebens hatte ich nichts anderes getan, als alles diesen Wunsch nach Rache an ihr unter zu ordnen. Wohin hatte es mich geführt? In die Ruhelosigkeit und das ich verdammt gut darin war, schwarze Magie zu praktizieren. Sollte es das wirklich gewesen sein? Und wollte ich tatsächlich enden wie meine Eltern, nur weil ich nicht ablassen konnte, von diesen Wunsch mich an ihr zu rächen? Wäre es das gewesen, was meine Eltern für mich gewollt hätten. Fragen über Fragen, die mich zwangen genauer hinzusehen und zu erkennen, dass ich nun fast 40 Jahre alt war, weder eine Familie noch ein Leben aufgebaut hatte und weit entfernt davon war, etwas anderes zu fühlen als Zorn und Schmerz. Keine Ahnung, ob es nun eine Midlifecrisis war, oder der Umstand das ich aufgegeben hatte. Fakt war, ich wollte mehr vom Leben. Ich wollte alles, was das Leben einen zu bieten hatte, wenn man es denn wirklich lebte. Also beschloss ich einen letzten Zauber der schwarzen Magie einzusetzen, um meinen Alterungsprozess zu verlangsamen und begann mich für das Leben zu öffnen. Die Ehe zu einen Mann, der ebenfalls Mitglied des Zirkel war und den ich dann 1985 kennen lernte, ging zwar kurz nach der Geburt unseres Kindes in die Brüche, aber wenigstens konnte ich sagen, ich hatte es versucht. Unsere Tochter blieb nach der Scheidung bei ihm, was einzig und allein damit zusammen hing, dass ich den Zirkel verlassen und damit verstoßen wurde. Es tat weh, meine Kind zurück zu lassen, doch angesichts dessen, dass sie so recht beschützt und in geordneten Bahnen aufwachsen konnte, machte ich meinen Frieden damit. Kontakt haben ich zu ihr keinen mehr, da mein Weg mich nun doch wieder in die Nähe jener Vampirin getrieben hat, die mir meine Familie damals nahm. Es liegt also auf der Hand, dass ich ihr kein weiteres Mal die Möglichkeit geben möchte, mir wieder etwas zu nehmen.

Es verschlug mich nach New York, nachdem ich raus fand das Lucrezia dort ein kleines Imperium errichtet hatte. Ich baute mir mein Leben ganz dicht an meiner Erzfeindin auf und war doch so im Gleichgewicht, dass ich es zu genießen begann. Und heute kann ich gut und gerne behaupten, dass ich durchaus zufrieden damit bin, das Treiben von Lucrezia im Blick zu behalten, aber mich davon nicht mehr so beeinflusst zu fühlen, dass ich vergesse mein eigenes Leben zu leben. Ein Leben, in den ich es bevorzuge zu helfen. Ein Leben in den ich versuche jungen Hexen den Weg zu weißen. Ein Leben, dass es mir ermöglicht kranken Seelen zu heilen. Ein Leben, das sich nach Jahrzehnten des Hasses darauf ausgerichtet hat, zu lehren, zu heilen und zu helfen. Doch leider kann ich nicht ignorieren, dass sich etwas in der Stadt zusammenbraut, dass das Leben aller Geschöpfe nachhaltig verändern kann. Gern würde ich ignorieren, was ich fühle und meine Träume morgens wieder vergessen, doch es gelingt mir nicht. Also habe ich vor kurzen begonnen, diesen Gefühlen nachzugehen und sie führten mich in eine Situation, die mich verstehen ließ, wie gefährlich es wirklich war, wenn zwei sehr alte Wesen ihre private Vendetta auf den Rücken Unschuldiger austrugen. Doch mir ist auch nicht entgangen, dass Lucrezia an einer Art Wendepunkt angekommen sein muss, der es vielleicht noch ermöglicht, den Krieg, der uns bevor steht, abzuwenden.[/b]


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Wie bist du hierher gelangt: Mel




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